Lübeck – Beim Bundesliga-Gastspiel in der traditionsreichen Flensburger Wikinghalle hinterließen die U-19- Handballer des MTV Lübeck über 50 Minuten einen kämpferisch und spielerisch starken Eindruck, kassierten am Ende aber eine zu hohe Niederlage.

„Das hat richtig Spaß gemacht“, freute sich am Ende Co-Trainer Jan-Philip Piehl dennoch mehr über das gelungene Auftreten seiner Mannschaft. „Wir haben Flensburgs „Übermannschaft“ einen großartigen  Kampf geliefert. Es war deutlich zu spüren, dass wir sie ärgern konnten“, frohlockt Piehl und spielt damit auch auf die bis weilen sehr lautstarken Ansprache des Flensburger Trainers Michael Jacobsen an.

Jacobsen erhielt in der 44. Minute denn auch eine Verwarnung des Schiedsrichtergespannes,in einem ansonsten hart aber auf beiden Seiten fair geführten Spiel.

Doch der Reihe nach: der MTV erwischt einen Einstand nach Maß. Bjarne Gronek vernagelt miz zahlreichen Paraden seinen Kasten für die ersten 5 Minuten und es steht 0:3 (5.), weil auch in Unterzahl das Lübecker Angriffsspiel läuft. Erst als es Mikael Helmersson zweimal hintereinander Gronek bezwingen kann, kommt Flensburg besser ins Spiel (2:4, 6.).  Trotz früher und doppelter Zeitstrafen gegen den MTV-Mittelblock (Reinhard Canzler und Luis Ciudad Benitez) gelingt es den Lübecker mit beweglichen und variablem Angriffsspiel , zelebriert von Adrian Heuer, Raul Rodrigues im Rückraum und Linus Tegen auf Rechtsaußen, den Vorsprung bis zur 20. Minute (8:10) zu verteidigen und auch bis zum Ende der Halbzeit noch gut dran zu bleiben (15:14).

Den Unterschied zugunsten der Heimmannschaft brachte dann einmal mehr die individuelle Klasse eines Mikael Helmerssson, der immer dann für die SG eines seiner 11 Tore (2x7m) warf, wenn es nötig war. So zogen sie erstmals in der 44. Minute auf einen 6 Tore Vorsprung. Dann brachte Reinhard Canzler den MTV mit drei blitzsauberen Toren hintereinander die Gäste wieder auf 3-Tore heran. (23:20, 47. Minute). Das folgende Teamtimeout der Flensburger brachhte sie dann aber zurück auf die Siegerstrasse.

„Da war mehr drin heute“, konstatierte Lübeck Teammanager Henning Ammen anschließend. “ Wir haben wirklich gesehen, dass wir mit jungem Jahrgang und 2 fehlenden Stammkräften mithalten konnten. Wir sind sehr stolz auf die Jungs.“

Der Blick geht mit breiter Brust also wieder nach vorn, wo am Sonntag nächster Woche in der Hansehalle die Vorrundenspiele mit dem Match gegen GWD Minden abgeschlossen wird. Die dann feststehende Platzierung entscheidet über den weiteren Spielplan: Hauptrunde A oder B.

Fotoquelle: Linus Wagner + Lina Mecker

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